Pure Liebe.

Mein Begehren ist einfach, mein Wunsch bescheiden, doch auch die Hoffnung scheint gering zu sein. Wenn Menschen auf dieser Welt Hunde, Katzen und Fernseher heiraten können, so glaube ich, sollten sie auch Menschen heiraten dürfen. Ist es nicht gerade im Zeitalter der Postmoderne, im Jahrhundert der Vereinsamung besonderer Zustimmung würdig, wenn sich zwei Menschen finden, die auf Augenhöhe Verantwortung füreinander übernehmen und das Bündnis der Ehe eingehen wollen? Es geht, wie so oft, um Ungerechtigkeit, um einen Mangel an Freiheit: Es geht um die Tatsache, dass Menschen in ihrer Ehepartnerwahl eingeschränkt werden, wenn Frauen keine Frauen und Männer keine Männer heiraten dürfen.

Dieses Thema ist für mich von einer solch essenziellen Bedeutung, dass es bei der kommenden Wahl, meiner ersten, die Anzahl der für mich wählbaren Parteien durchaus verringert. Die Ungerechtigkeit besteht nicht darin, dass in Deutschland zwei verschiedene Namen – Eingetragene Lebenspartnerschaft und Ehe – für das selbe Modell des Zusammenseins existieren. Tatsache ist, dass es sich um zwei verschiedene Modelle handelt, wobei eines offiziell benachteiligt und das andere bevorzugt wird: Eine natürliche Familiengründung für gleichgeschlechtliche Paare beispielsweise wird dadurch erschwert, dass ihnen das gemeinsame Adoptionsrecht verwehrt wird.

Den Gegnern der gleichgeschlechtlichen Ehe gehen die Argumente aus, doch vordergründig wird von ihnen die Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Geschlecht überschätzt. Die Zeiten, in denen es offiziell Eigenschaften gab, die als männlich oder weiblich galten sind an vielen Menschen vorübergezogen. Die Erfahrung zeigt, dass Mütter und Väter gleichermaßen liebevoll, fürsorglich, streng oder auch hart sein können. Im Gegensatz zu dieser überholten, offiziellen Sichtweise hat doch jeder Geliebter schon immer gewusst, dass sich alle Menschen nach der gleichen Aufmerksamkeit und Nähe sehnen. Wichtig für das so oft besungene Wohl der Kinder ist nicht die Union zweier Menschen unterschiedlichen Geschlechts, sondern ihre Zugehörigkeit zu Eltern, deren Persönlichkeit und Hingabe sie gedeihen lassen.

Lasst die Menschen heiraten, wen sie wollen.! Jeden oder keinen.

Auf dass die Welt genese.!

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http://www.youtube.com/watch?v=O6XaBCSnTiE

It has been created by Henriette Ptassek, Karim Hamouda and Lina Blum from the EV Frohnau (http://www.ev-frohnau.de/) to support the opening ceremony of the BerMUN conference 2011(http://www.bermun.de/).

We would like to especially thank the “Arche” in Reinickendorf for their kindness and support (http://www.kinderprojekt-arche.de/).

Ein drittes Geschlecht?

Individuality

Jetzt sollte endlich erkannt werden, dass das Geschlecht eines Menschen keine Rolle spielt. Es nimmt weder Einfluss auf den Wert des Menschen, denn der ist ohnehin unermesslich, noch sollte es auf die Bewertung eines Menschen Einfluss nehmen. Deshalb empfinde ich die Angabe des Geschlechts in Pässen als überflüssig.

Ein Mensch kann über seine Fingerabdrücke einwandfrei  identifiziert werden. Eine Angabe über das Geschlecht ist also auch deswegen überflüssig. Sicherlich kann man nicht alle von der Nichtigkeit der Adjektive „weiblich“ und „männlich“ überzeugen. Es geht auch nicht darum jemandem verbieten zu wollen sich darüber zu identifizieren, aber es sollte offiziell nicht mehr verpflichtend sein sich als männlich oder weiblich zu empfinden. Dies führt zu Irritationen, wie zum Beispiel denen zwischen Transsexuellen und Zollbeamten. Eine Kompromisslösung stellt die australische Handhabung des Problems dar, denn nun können Australier in ihrem Pass, neben „männlich“ und „weiblich“, auch „neutral“ sein. So ganz erfüllt das meine Forderung nach Freiheit nicht, aber es ist ein guter Kompromiss.

Der letzte münsteraner Tatort beschrieb eindrucksvoll die Problematik: „Geschlecht entsteht zwischen den Ohren und nicht zwischen den Beinen.“ Gesellschaft und Justiz verlangen bisher sich im Fall der Unentschlossenheit oder des biologischen Zwitterdaseins für ein Geschlecht zu entscheiden. Ich dagegen denke, es sollte jedem Menschen selbst überlassen sein, sich medizinisch und bürokratisch für das eine oder andere zu entscheiden. Diese Freiheit setzt natürlich einen gewissen Grad an Toleranz und Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung voraus.

Das Geschlecht definiert den Menschen nicht, es ist seine biologische Einzigartigkeit in Körper und Geist. Das sollte auch den Regierungen genügen.

Dear Mr. Pope

The Pope

Die Kirche wird von so vielen verlassen, weil sie sich dort nicht mehr geborgen fühlen. Es ist nicht Aufgabe der Menschen sich der Kirche anzupassen, sondern die Kirche muss sich zu einem gewissen Maße nach den Bedürfnissen der Menschen richten, anstatt in einer mittelalterlichen Parallelwelt zu leben.

Der Zölibat war nie zeitgemäß. Die Menschen mögen durch das Verbot einer eigenen Familie vielleicht frei sein und sich auf die große christliche Familie konzentrieren können, aber vollkommen verstehen werden sie ihre Gemeindemitglieder somit nicht. Wie kann es sein, dass Priester, die sich in eine Frau verlieben und mit ihr nach den Geboten der Kirche in der Ehe leben wollen, lügen müssen, sich verstecken müssen, weil sie um ihre Arbeit fürchten, die sie lieben und nicht aufgeben möchten?

Die große Erkenntnis des 20. Jahrhunderts ist die, dass Mann und Frau gleichberechtigt sind. Ich habe noch nie ein überzeugendes theologisches Argument gehört, weshalb Frauen nicht Priester werden sollten.

Die vielen Missbrauchsskandale wurden ganz einfach nicht konsequent geahndet sondern vertuscht. Sie sind verantwortlich für den Umgang mit diesem Thema. Mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen.

Geschieden Neuverheiratete sind Kinder Gottes. Ich denke alle Kinder Gottes sollten am Abendmahl teilnehmen dürfen, denn sie wurden eingeladen. Ich selbst durfte während meines Austauschjahres mit meiner katholischen Gastfamilie und ihrer Gemeinde das Abendmahl jeden Sonntag teilen, obwohl ich evangelisch bin, wofür ich sehr dankbar bin. Das seelische Dilemma derer, die fromm sind aber trotzdem einer zerbrochenen Ehe entflohen sind und ihr Glück neu gefunden haben ist groß. Die hohe Scheidungsrate der westlichen Länder ist im Grunde ein Erfolg, denn nun müssen Vergrämte, vielleicht sogar Misshandelte nicht mehr dem Tod ihres Partners entgegenfiebern.

Homosexualität, Bisexualität und Transsexualität sind keine Krankheiten, wie es einige katholische Ärzte behaupten. Das alles nennt man Liebe und Freiheit. Meiner Meinung nach sollte die Kirche die letzte sein, die sich der Freiheit in den Weg stellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott möchte das Menschen eines qualvollen Todes sterben, weil sie mit HIV-Aids angesteckt wurden, im Glauben an Sie und Ihr Kondomverbot.

Sie suchen weder den Dialog noch suchen Sie Vielfalt. Vielmehr versuchen Sie zu verallgemeinern. Das Gleichmachen von Menschen wiederspricht aber doch der Individualität, die uns allen durch Gott schon im Mutterleibe gegeben ist. In einer theologischen Diskusion, in der wir uns gegenseitig Bibelstellen um die Ohren hauen würden, wäre ich zum Scheitern verurteilt. In Sachen Menschennähe und gesunden Menschenverstand aber denke ich, dass junge Menschen wie ich Ihnen um einiges vorraus sind.

In meinem Kopf befinden sich keinerlei bösen Vorurteile oder gar Vorwürfe gegen Katholiken – ganz im Gegenteil (ich denke oft in Liebe an meine Gastfamilie, amerikanische Kirchengemeinde und daran wie auch unser gemeinsamer Glaube an Gott uns eint)! Ihre Frömmigkeit verdient meine aufrichtige Bewunderung und ich mag es Ihnen zuzuhören. Sie sind eine Autoriät, die ich respektiere und zu schätzen weiß, aber ich würde niemals Katholikin werden.

Dear Mr. Obama

I would like to tell you this personally, but I guess that will never be possible.

No doubt, I love America. Just as much as an American could, and I do feel American. Still, there are some things that I will never understand. One of these few peculiarities is the death penalty. I know you cannot interfere in state business and thereby you are not able to prevent the ongoings, but personally you are in favour of the death penalty anyways. How could a state possibly kill one of its citizens?

It is all about being judged on by your fellow citizens, and they decide whether one deserves to die for what one has done, or not. It probably keeps people from murdering, if they themselves could die, and therefore it might be an effectful measure of prevention. It might also be less expensive, considering all the costs of imprisonment.

I strongly  disagree with that way of going about things. You have heard all of the arguments against the death penalty, but it seems you still have not understood them. Though, the killing itself is easy the question of when to kill is far from being simple. Where should the line be drawn? When does someone cross the line? Does one have to kill, or is a “mere” abusement or rape, which certainly destroys lifes in a similar cruel way, enough to be sentenced to death?

This question is not one of Religion it is a question of Ethic. Do we want to make ourselves judges over life and death? Do we want to bear the responsibility that comes with that decision? I earge you and all of the American people to try to understand how senseless the death penalty is. Rather than helping righteous people to find relief and bringing justice, it raises hate again.

Leave that stubbornness behind!