Halle.

* Dieser Artikel handelt von einer Zeit zwischen der ersten Jahrhundertflut und der zweiten gleichnamigen. Auf Grund dessen soll er statt als ignoranter Zwischenruf vielmehr als Werbung für eine hochwassergeplagte Stadt dienen (Spenden: http://www.halle.de/de/Rathaus-Stadtrat/Aktuelles-Presse/Nachrichten/?NewsID=31091). *

Es stand schon lange Zeit am Bahnhof und wartete auf die Rückkehr seiner treuen Gefährtin. Zug um Zug fuhr vorbei. Fahrräder wurden abgestellt und abgeholt, nur das Fahrrad mit dem roten Kreuz blieb zurück. Bis es sich entschloss, sein Schicksal selbst in die Räder zu nehmen und loszog in die Weite Welt.

Angetrieben von der Wut über sein einsames Dasein, trugen seine Speichen das Fahrrad einen weiten Weg, bevor es erschöpft und todmüde in einen Fahrradständer sank. Am nächsten Morgen, taubenetzt aufgewacht erkannte es, dass sich sein Nachtlager in einer Stadt befand. Bei näherer Betrachtung entfaltete sich die ganze Pracht zahlreicher Brunnen – nicht weniger als 39 zählte das Fahrrad mit dem roten Kreuz. Gewieft erkannte es, dass es sich bei dieser Stadt um keine geringere als die mitteldeutsche Stadt Halle handeln könne.

Seit längerem plagte das Fahrrad bei Betrachtung der Wasserspiele die Sehnsucht nach einer wohltuenden Erfrischung. Der Chemiebrunnen, an dem es soeben vorbeikam, schien für diese Vorhaben jedoch zunächst ungeeignet, da es sein Leben lang im ökologischen Glauben erzogen worden war (“Umwelt schützen, Rad benützen.”). Auch der Kaktusbrunnen schreckte das Zweirad ab, denn wer würde hinterher seine einsamen, zerstochenen Reifen reparieren.? Auch wenn der hintere Reifenmantel vor kurzem erst erneuert wurde, hätte das Fahrrad mit dem roten Kreuz den Zustand seiner selbst in dieser Situation durchaus als geschunden klassifiziert…

als sich aus einem toten Brunnen (Brunnenpatenschaft: http://www.halle.de/de/Rathaus-Stadtrat/Digitales-Rathaus/Dienstleistungen/?recID=1176) plötzlich, ganz leise und doch mit viel Aufhebens der Geist des alten Georg Friedrich erhob. Jämmerlich jammernd klagte der alte Herr dem Fahrrad sein Leid über seine abgesoffenen Händel-Pflege-Tage im vergangenen Juni: Man stelle sich vor, all die großartigen Interpreten, aus aller Welt abgesagt.! Solch ein Kulturgut dürfe nicht der wilden Wassermusik der Natur zum Opfer fallen.! Welch ein Glück, dass ein Großteil des Publikums sich insofern von Kunstbanausen unterscheide, als dass sie von Rückzahlungsforderungen absahen. Das Fahrrad erinnerte den Meisterkomponisten bei dieser Gelegenheit an die spontanen Umdisponierungen (http://www.haendelfestspiele.halle.de/de) der händelschen Freunde, woraufhin dieser zu folgendem Aufruf ansetzte:

“Wohl an denn, ihr kreativen Geister, zu denen ich mich wohl selbst dazuzählen darf, auf denn nach Halle im November. The Festspiele must go on.!”

A Picture

A Mirror Picture

Dedicated to Mom. You asked me to paint a picture for you of everything I saw because you would probably never get there. So I did – I painted a picture of words.

I wonder why they didn’t do the Lord of the Ring movies in Norway. These mountains would have fit just as well as the New Zealand ones. They are covered by thick layers of clouds, enclosing the needle woods. My imagination does not reach far enough to understand how they are able to push their roots into the granite rocks, standing still, firm against the storm.

Between these trees you constantly expect little trolls hasting around diligently, mumbling nonsense. Their skin colour that of the granite under the small feet, their ears tall and attentive, almost testily, their noses small and dumb. Running around the moss covered stems, crawling into holes, fetching ingredients for their supper, cooked in a stone kettle upon a huge fire. At night, before they fall asleep under the fern, they come all together and start singing their ancient chants of days long since forgotten by human kind.

Albeit we are not able to understand troll language, it is always surprising how similar the Norwegian language and the German one are. Actually there are two Norwegian languages (Nyfolk and Bågmal). Both languages are Germanic and of similar origin. Still, the melody of the spoken word is so different that I do not understand a single word. Words of importance for the people didn’t change much for example the word for mountain, “Berg”, is still the same in German. This of course is very helpful, driving and reading street signs. Tunnels on the contrary are often surprising, for some of them are not lit and you feel as if sudden night has fallen upon you.

Norway is a very peaceful, calm and silent country there is not a lot of traffic beside the camping cars from all of Europe. The region around Bergen is probably the wettest in this country. Constant rain keeps the air humid, but clear, at times sharp like a razor, and the sea does its part to provide a fresh air, cooling your soul. The amounts of water in form of lakes, waterfalls and rivers is really stunning and even more alluring are the mirror pictures in the lakes showing a world, seemingly more peaceful than ours. I would so like to enter this dimension, and am searching for the aberration within the picture to prove that there is a whole entire different world awaiting us – or – turning us down, when we try to walk through the gates of this refugee.